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MOTIVATION

Chaka, wir schaffen das! Motiviert sollen wir doch alle sein, vor allem bei der Arbeit. Und wenn es der Mitarbeiter nicht ist, dann muss die Führungskraft ihn bitte dahin bekommen.

Ich bin davon überzeugt, dass Mitarbeiter, nein Menschen generell, von Natur aus motiviert sind – da muss ich mir nur Kleinkinder beim Spielen angucken. Unternehmen und Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter nicht motivieren. Sie müssen erstmal dafür sorgen, dass sie sie nicht de-motivieren. Wie das funktioniert? Eigentlich ganz einfach, dem Menschen wertschätzend gegenübertreten. Das bedeutet ganz konkret, ihm zuhören und ihn ernst nehmen. Mit ernst nehmen meine ich, das warum hinter allem verstehen zu wollen bevor ich vorschnell urteile. Warum z.B. nimmt mein Mitarbeiter nicht die Verantwortung für die Themen, die ich ihm gegeben habe? Warum sieht er nicht, dass ich seine fachliche Kompetenz so wertschätze?

Wir Menschen wollen alle, dass uns zugehört wird und dass wir ernst genommen werden. Erst dann haben wir das Gefühl, wirklich gesehen zu werden. Und dann kommt vieles von alleine: Ich werde gesehen, ich kann zeigen was ich für Ideen und Stärken habe.

Und was hat das mit Mediation zu tun? Mediation ist gelebte Wertschätzung. Hier geht es darum zuzuhören und das warum zu verstehen. Meine Rolle ist dabei die der Führungskraft. Ich steuere durch den Prozess, höre sehr genau zu und bringe Ruhe und Wertschätzung in den Verständigungsprozess. Gerade am Anfang wo die Gemüter noch aufgeregt und erhitzt sein können. Gegen Ende trete ich in den Hintergrund, denn dann schauen sich die Parteien wieder an – sie sehen sich buchstäblich wieder. Die gemeinsame Lösungsfindung ist dann nur noch das Tüpfelchen auf dem i.

Und während ich das schreibe, merke ich wieder wie mich der Weg der Mediation so dermaßen motiviert. Ihr müsst das einmal spüren und es haut euch im positiven Sinne um. Dieser Moment, wenn Menschen, die sich vorher im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr verstanden haben, sich plötzlich wieder in die Augen sehen und MITEINANDER reden und tatsächlich einen weiteren gemeinsamen Weg finden. Großartig! Und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diese Berufung gefunden habe.

Das war nun vermutlich mein längster Blog. Das passiert dann wohl mit „zu viel“ Motivation. In diesem Sinne, bis bald!