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ZIELE

Wer schon mal für einen Marathon trainiert hat, weiß wie sich anfangs das Ziel die 42km zu bewältigen, anfühlt: Unmöglich!

Und wer es dann geschafft hat, kennt das Gefühl beim Zieleinlauf auch: Großartig! Und wie kam ich von einem „unmöglich“ zu einem „großartig“? Mit einem ganz klaren Ziel vor Augen. Ich habe mir immer wieder bildlich vorgestellt wie ich nach 42km in Hamburg durch das Ziel laufen werde und was das wohl für ein Gefühl sein muss. Anders hätte ich die 3,5 Stundenläufe in der Vorbereitung nicht durchgehalten. Immer dann, wenn ich dachte „ich kann nicht mehr“ und „du spinnst, dass du hier an einem Sonntag bei Regen 30 km in der Gegend rumläufst“ habe ich mir dieses Bild nach vorne geholt und es so irgendwie nach Hause geschafft. Dieses Ziel hat mich so motiviert, dass ich den straffen Trainingsplan durchgezogen haben – November 2014 bis April 2015.

Im Nachhinein sage ich, dass die große Leistung nicht der eigentliche Marathon war, sondern der Weg dorthin. Schon fast sinnbildlich für das Leben und einer der Kalendersprüche an denen dann doch etwas Wahres dran ist – der Weg ist das Ziel. Für das Ziel muss man sich jedoch klar entschieden und es immer wieder vor Augen haben – gerade dann wenn es mal nicht so läuft.

Und was hat das mit Mediation zu tun? Wann nehmen Menschen eine Mediation in Anspruch? Meistens dann, wenn sie in einem eskalierten Konflikt stecken, den sie alleine nicht mehr lösen können. Sie könnten dem Konflikt ausweichen – z.B durch Kündigung oder Wegbewerbung in eine andere Abteilung. Sie haben aber ein gemeinsames Ziel: Sie wollen oder müssen weiterhin miteinander leben und arbeiten. Dieses Ziel lässt sie so mutig sein, sich dem Konflikt zu stellen und ihn gemeinsam zu lösen. Anfangs vielleicht auch mit dem Gedanken „unmöglich!“. Ist es geschafft, haben sie aus eigener Kraft aus dem Unmöglichen das Mögliche gemacht.