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ACHTSAMKEIT

Zugegeben das Thema Achtsamkeit ist ungefähr so neu wie das Thema Digitalisierung. Und eigentlich braucht man dazu auch nichts mehr zu schreiben, es gibt schon genug was man darüber lesen kann. Und trotzdem tue ich es, weil es um meine Interpretation der Achtsamkeit geht. Und da bin ich schon beim Thema. Meine Interpretation… nicht nur eines Themas, sondern auch von erlebten Momenten. Von meinem Leben. Wie fühlt sich der heutige Tag an? Hat sich im Laufe der letzten Stunden etwas geändert? Wen ja, was? Und warum? Wie äußert sich mein Inneres in meinem Verhalten nach Außen? Bin ich liebe- und verständnisvoll oder wüte ich gerade innerlich und sehe in Allem einen Angriff gegen mich als Person?
Das schreibt sich so leicht von der Hand, im Tun fühlt es sich für mich allerdings unglaublich anstrengend an. Ich lebe und arbeite in der äußeren Welt mit allen Anforderungen, die privat und beruflich an mich gestellt werden. Dabei noch den Blick in das Innere aufrecht erhalten zu können und immer mal wieder nachzufühlen wie denn gerade der „Gefühlsstand“ aussieht, ist deutlich schwerer als die Motorhaube meines Autos zu öffnen und den Ölstand zu prüfen. Übung macht bekanntlich die Meisterin, also versuche ich mich weiter. Die Belohnung liegt für mich darin, dass ich mich besser kennenlerne und mich mehr verstehe. Das ist manchmal ganz hilfreich 😉

Und was hat das mit Mediation zu tun? Im Streit ist man erstmal beim Anderen, denn er oder sie macht etwas falsch. Deshalb bin ich so sauer, um nicht zu sagen stinksauer. Und mein Gegenüber hat Schuld daran. Aber warum bin ich denn genau so sauer? Liegt es wirklich daran, dass mein Partner vergessen hat, mir vom Einkauf den gewünschten Joghurt mitzubringen? Oder dass mein Kollege vergessen hat, mich bei der E-Mail an den Geschäftsführer in cc zu setzen? Mediation hat sehr viel mit Achtsamkeit zu tun, mit dem sich selber verstehen und dem Verstehen des Anderen. Als Mediatorin unterstütze ich diesen Prozess und helfe beim Kennenlernen.