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Archive for: August, 2018

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BEZIEHUNGSARBEIT

BEZIEHUNGSARBEIT

Wieviele echte Beziehungen hast du in deinem Unternehmen? Damit meine ich nicht die Kontaktdaten in deinem digitalen Telefonbuch. Warum diese Frage?

–> Mehr als fünf Millionen Arbeitnehmer haben innerlich gekündigt – so eine Umfrage der Londoner Marktforschungsfirma IFF Research im Auftrag der Unternehmensberatung Gallup (siehe: Spiegel Online)

Das ist nicht wirklich etwas Neues und viele Unternehmen begegnen dieser Herausforderungen mit New Work-Initiativen, stecken viel Energie und auch Geld darein ihre Mitarbeiter wieder an Bord zu holen. Agile Methoden zahlen ebenfalls darauf ein, motivierte und selbstverantwortliche Projektteams zu bilden. Gut so!

Die Beziehungsarbeit innerhalb eines Unternehmens sollte dabei im Mittelpunkt stehen. Ich behaupte, dass damit alles steht und fällt. 

Was meine ich genau mit Beziehungsarbeit? Ich mache es mal am klassischen Führungskraft/Mitarbeiter-Dilemma fest: Der Mitarbeiter macht nach Ansicht der Führungskraft seinen Job nicht ordentlich, ist demotiviert und schlimmer noch, es überträgt sich auf das ganze Team. Die Führungskraft ärgert sich darüber, dass sie alles alleine managen muss, niemand mitdenkt und keiner eigenverantwortlich arbeitet.

Was braucht es hier, um diese Konflikte lösen zu können? Beziehung! Und zwar ganz viel davon. Eine Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter? Im Business? Ja! ich spreche hier selbstverständlich nicht von einer Liebesbeziehung. 

Es braucht aber genau dasselbe wie eine Liebesbeziehung, damit das Miteinander zwischen Führungskraft und Mitarbeiter oder generell zwischen Menschen, die miteinander arbeiten, funktionieren kann: Wertschätzung, Empathie und Kongruenz. 

Noch konkreter: Ein Mitarbeiter braucht keine „Experten-Führungskraft“, die sich anmaßt Dinge besser zu wissen und Vorgaben macht wie ein Job zu erledigen ist. Ein Mitarbeiter braucht eine Führungskraft, die feinfühlig und offen ist. Einen Menschen,

  • der sein Gegenüber wirklich verstehen möchte (Empathie),
  • seinen Mitarbeiter als Person schätzt, auch wenn sie sich in der Art wie Jobs erledigt werden, unterscheiden (Wertschätzung)
  • und dabei das bleibt was er ist: Ein nach Lösungen suchender, verletzlicher und um das Gelingen des eigenen (Berufs-)Lebens ringender Mitmensch – ein transparentes Gegenüber (Kongruenz).

Was Unternehmen brauchen sind aufrichtige Beziehungen von Mensch zu Mensch. 

Keine leichte Aufgabe, aber eine machbare! Wir müssen es nur wollen und mutig genug sein und uns darauf einlassen.

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