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DIVERSITY

Diversity. Eines dieser vielen Schlagwörter zu denen bereits viel geschrieben wurde. Auch Thomas Sattelberger, neuerdings FDP Bundestagsabgeordneter und ehemaliger Personalvorstand der Deutschen Telekom beschreibt jüngst wie wichtig Unterschiedlichkeit für Unternehmen ist. Dass dadurch Kreativität gefördert wird und erst so das Potenzial eines jeden gehoben werden kann. Wie wahr, da möchte niemand widersprechen.

Vor etwa zwei Monaten sprach ich mit dem Geschäftsführer eines recht großen IT-Unternehmens, dessen Entwickler europaweit verstreut sitzen. Arbeitssprache ist englisch und mit der modernen Kommunikationstechnik muss niemand mehr mit seinem Arbeitskollegen in einem Büro sitzen, es muss nicht einmal mehr das selbe Land sein. Die Digitalisierung macht es möglich – wieder eines dieser Schlagwörter.

Besagter Geschäftsführer hat nun aber ein Problem. Womit? Mit Diversity. Kann nicht sein? Kann doch. Denn Diversity führt eben zu Unterschiedlichkeiten – in diesem Fall zu kulturellen Unterschieden. Genau diese Diversität, die zu Kreativität und zu Innovation führt… und zu Konflikten. Auch das ist gut, denn Konflikte zeigen uns den nötigen Änderungsbedarf auf. Sie zeigen uns an welchen Stellen wir miteinander reden müssen, damit das gemeinsame Arbeiten besser läuft. Allerdings sollte man darauf vorbereitet sein. Nach Diversity zu rufen und auf Innovation ohne Reibung zu hoffen ist aus meiner Sicht naiv. Da gehört viel Vorbereitung zu. Konkret: 1. Führungskräften und Mitarbeitern die Angst vor Auseinandersetzungen und erlebten Gefühlen – auch – im Arbeitsumfeld nehmen, 2. Führungskräften und Mitarbeitern einen Weg aufzeigen wie man seine Meinung, seine Interessen und auch seinen Missmut wertschätzend rüberbringen kann und 3. eine Kultur des Zuhörens schaffen.

Erst wenn du spürst, dass du in deinem Unternehmen mit deiner Meinung anecken darfst und man mit dir in den Austausch geht, erst dann kann Diversity richtig fliegen!

Und was hat das mit Mediation zu tun? Mediation lebt von Unterschiedlichkeit. Wir brauchen Unterschiede und wir brauchen Konflikte. Ansonsten hätten wir Stillstand.